Unsere Unterstützenden: Ammon

Softwareentwickler Ammon

In dieser Reihe stellen wir euch einige der Menschen vor, mit denen wir zusammenarbeiten. Einerseits, weil wir auch ihre Arbeit beleuchten wollen, andererseits weil sie einen punktuellen Einblick in die Wandelbewegung geben. Wer sind diese Menschen, die uns unterstützen oder selbst darauf hinarbeiten, dass unsere Welt für alle funktioniert?

In unserem heutigen Interview reden wir mit Ammon. Er ist Web-Entwickler und arbeitet zur Zeit an einer App für unsere Connectees, die sie durch den Prozess begleiten soll.

Wer bist du und was machst du im Leben?

Ich bin Ammon, ich bin 25 Jahre alt, bin Informatikstudent und mache sehr viele Aktionen im Bereich Umweltschutz und Menschenrechte. Ich versuche da auch ein bisschen mein Wissen als Informatiker einzubringen, um die technischen Seiten auch nutzen zu können, die oftmals in vielen Organisationen nicht so ausgebaut sind und weniger genutzt werden.

Bist du in bestimmten Organisationen tätig?

Ich bin bei Greenpeace Berlin in der Energiegruppe tätig, die sich mit Ressourcenverschwendung auseinandersetzt, sowie mit Mobilität und Stadtplanung. Also, wie die Stadt der Zukunft aussehen kann, wie die Menschen dort leben, und wie sie verbunden sind durch öffentliche Verkehrsmittel.

Ich habe schon andere Sachen gemacht, aber das ist grade meine aktivste Organisation, an der ich mich beteilige.

Wie hast du von Connected Awareness erfahren?

Über Greenpeace bzw. über Jana, die auch in der Berliner Gruppe war, bis sie weggezogen ist. Sie hat es mir vorgestellt und, da ich meine Informatikkenntnisse für den Umweltschutz und meine politischen Interessen in der Richtung einsetzen möchte, habe ich gedacht: „Da helfe ich doch mit“.

Was hast du bis jetzt gemacht bei Connected Awareness?

Ich bin nicht direkt in einem Kreis, ich plane also nicht z.B. wie Partikel inhaltlich aussehen, aber ich bin in der Gruppe der Informatiker die das Umfragetool für das Prozessdokument bauen, welche es einfacher machen soll das Prozessdokument zu aktualisieren und den Prozess durchzuführen. Versionierung ist auch ein wichtiger Knackpunkt. Aktuell bin ich zuständig für Speicherung und Verwaltung der Prozessdokumentinhalte im Backend-Bereich.

Macht das Spaß?

Ja, das ist mein Job. Ich habe meinen Job gewählt, weil er mir Spaß macht.

Es gibt schon viele Probleme, die wir angehen müssen, aber alles ist lösbar und je mehr Zeit man reinsteckt, desto weiter kommt man – das motiviert auch. So langsam sind wir auch in einer Phase, wo wir wirklich produktiv sein können. Wir haben das letzte halbe Jahr geplant, was inhaltlich in das Umfragetool reinkommen soll und welche Systeme wir dafür nutzen wollen. Es gab auch Diskussionen wie: „Wie machen wir die Authentifizierung? Kriegen wir das hin, dass die Daten der einzelnen User sicher sind, dass nicht irgendjemand die Prozessdokumente verfälschen kann?“ und solche Sachen wie: “Inwiefern wollen wir Services von anderen Firmen wie Facebook benutzen?“ – da haben wir uns dagegen entschieden…

Wie empfindest du die Mitarbeit mit den Mitwirkenden von Connected Awareness?

Ganz gut. Ich arbeite mit dem Scrum-Kreis zusammen, der ein Subkreis des Kreises IT ist. Wir versuchen ein anderes Arbeitsmodell als die anderen Kreise zu benutzen, nämlich „Scrum“. Das ist ein Qualitäts- und Projektmanagementprozess, welcher dem Kreissystem der anderen Kreise sehr ähnelt. Bei Scrum geht es darum, Aufgaben sehr konkret zu definieren – wann wer welche Aufgabe macht – und zu gucken wie viel die Aufgabe schätzungsweise wert ist. Damit arbeiten wir sehr viel und das macht sehr viel Spaß. Vor allem, weil ich als Informatiker schon viel damit zu tun gehabt habe, aber das jetzt in der Praxis nochmal erleben kann. Wir probieren auch ganz viel aus, und schauen, was gut für uns funktioniert. Dabei lernt man auch etwas Neues.

Bringt es dir auch Erfahrung für deinen zukünftigen Beruf?

Ja, genau, vor allem was Teamarbeit angeht. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Einerseits, dass man gut aufteilt, wer was macht, um unnötige Doppelungen zu vermeiden. Andererseits, dass man durch klare Absprachen falsche Annahmen vermeidet bezüglich, wer was macht oder was gebraucht wird.

Wie ist die Welt für dich gerade? Was hältst du von der Vision von Connected Awareness?

Die Umweltbewegung hat sehr viele Hürden zu überwinden. Gerade in der jetzigen Zeit, und besonders was politische Hürden angeht. Eigentlich sind viele Menschen schon überzeugt, dass irgendetwas in den letzten Jahrzehnten im Bereich Umweltschutz falsch gemacht wurde. Die Unternehmen und Organisationen, denen es nicht egal ist, wie es mit unserem Planeten weitergeht, verfolgen alle eigene Ziele und Richtlinien, ohne einen Blick für die Gesamtheit. An dieser Stelle sehe ich Connected Awareness. Wir versuchen ihnen die Möglichkeit zu geben zu sehen, was in vielen Bereichen mit ihrer Auffassung einer nachhaltigeren Welt übereinstimmt, und in welchen Feldern sie sich von den anderen Unterscheiden, mit dem Ziel vielleicht etwas an der eigenen Einstellung oder der anderer zu ändern.

 

Danke an Ammon für seine Zeit! Das Interview wurde von Mélody geführt.

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