Sommer-Update 2018

Connected Awareness: Retreat "Mobilizing for nonviolent global liberation" in Polen 2018

Es ist wieder so einiges passiert in den letzten Wochen. Hier unser Sommer-Update …

Filmreihe „Wir über uns“ online

Puh, es ist geschafft. Seit Ende Mai ist unsere 10-teilige „Wir über uns“-Interviewreihe online. Direkt auf der Startseite unserer Webeite erläutern Johanna, Jens, Mélody, Marco, Jana und Florian die Idee von Conncected Awareness, die Hintergründe sowie unsere konkreten Vorhaben. Wir glauben, dass einigen eine Kurzfilmreihe mehr Spaß macht als das Lesen vieler Texte.

Connected Awareness: Filmdreh Interviewreihe "Wir über uns"

Dreharbeiten: Marco und Jens mit Florian in Berlin

Connected Awareness: Filmdreh Interviewreihe "Wir über uns"

Johanna wird in Hamburg interviewt

Um die Interviews zu führen, war Florian in Hamburg, Berlin und Koblenz unterwegs. Jana hat ihre Beiträge aus der Ferne zugespielt. Nach einigen Tagen Schnitt und Feedbackschleifen konnten sie endlich online gehen. Haken dran!

Retreat „Mobilizing for Nonviolent Global Liberation“

Vom 4. bis zum 10. Juni kamen nördlich von Warschau in Polen mehr als 50 Menschen aus der ganzen Welt zum Retreat „Mobilizing for Nonviolent Global Liberation“ zusammen – aus Kanada, Palästina, Israel, Hong Kong, EU-Ländern, der Ukraine und vielen weiteren Ländern und Regionen. Ein Retreat ist eine Art Rückzug aus dem alltäglichen Leben, um sich auszuruhen, neue Erfahrungen zu machen, gemeinsam zu lernen und die eigene Sinnausrichtung zu justieren. Auch Jana und Florian machten sich auf den Weg.

Auf Einladung von Miki Kashtan – Doktorin der Soziologie in UC Berkely, Kalifornien – ging es hier vor allem um Themen wie kollaborative Organisationsgestaltung, Moderations- und Mediationsmethoden, Privilegien- und Machtstrukturen, den Kontakt auf Augenhöhe zu Kindern, Geld- und Ressourcenflüsse, die Befreiung aus der eigenen Sozialisation sowie den mutigen Schritt in die eigene Verantwortung zur Gestaltung einer Welt, die für alle funktioniert.

„Kollaborative Führung ist die Bereitschaft, die Bedürfnisse ALLER zu berücksichtigen im Dienste eines gemeinsamen Ziels.“ (Miki Kashtan)

Die Retreat-Gemeinschaft wurde mit der Aufgabe konfrontiert, das Retreat selbst zu organisieren: Wir schufen gemeinsam Systeme, um kollaborativ, dezentral und effizient Entscheidungen treffen zu können, Ressourcen innerhalb der Gemeinschaft zu identifizieren und sinnvoll zu nutzen, einen reibungslosen Informationsfluss sicherzustellen, gegenseitiges Feedback zu stärken und Konflikte zu lösen. Darüber hinaus beschäftigten sich Teams mit der Visions- und Sinnbeschreibung des Retreats und Fürsorgesystemen. In diesem Sinne war das Retreat ein großes Experiment zum Lernen und Wachsen.

Alle konnten das Retreat mitgestalten und Angebote machen. Wir nutzten diese Chance und luden ein, den bei Connected Awareness entwickelten, bedürfnisorientierten Gehaltsfindungsprozess in einem Workshop kennenzulernen und auszuprobieren. Die Teilnehmer*innen waren sehr inspiriert, weshalb selbst noch nach dem Retreat Online-Workshops folgten. Infolgedessen arbeiten wir gerade daran, ihn unter einer Creative-Commons-Lizenz als Open-Source für alle in der Welt zugänglich zu machen.

 

Connected Awareness: Retreat "Mobilizing for nonviolent global liberation" in Polen 2018

Großer Workshop zu Privilegien- und Machtbewusstsein

Connected Awareness: Retreat "Mobilizing for nonviolent global liberation" in Polen 2018

Ein Prinzip der Konvergenzmoderation nach Miki Kashtan. Unter anderem auf diesem Prinzip basiert auch der Prozess von Connected Awareness

Connected Awareness: Retreat "Mobilizing for nonviolent global liberation" in Polen 2018

Jana und Florian geben einen Workshop zu bedürfnisorientierter Gehaltsfindung

 

Das Retreat hat sich vollständig über die Ökonomie des Schenkens finanziert. Nach der Darstellung des Bedarfs seitens des Organisationsteams konnten alle geben, was sie geben wollten. Die Empfehlung war, den kleineren Betrag zu wählen zwischen dem, was man geben kann und dem, was man geben will. Nach zwei Tagen war klar: Wir haben etwas mehr also die benötigten 44.500$ zusammen. Wow, das war wohl das erste Retreat, was sich so finanzieren konnte.

Wir nehmen viel mit. Vor allem, ein großes Geschenk: Einige der Teilnehmenden sind bereit und neugierig, den Prozess von Connected Awareness kennenzulernen und unter die Lupe zu nehmen. Auf diesen Workshop freuen wir uns bereits jetzt!

Drei neue Gesichter bei Connected Awareness

Die letzten Monate brachten auch wertvollen Zuwachs auf der personellen Ebene: Katja (Niederlande), Gerhard (Wiesbaden) und Frieder (Dresden) sind die neuesten Mitwirkenden bei Connected Awareness. Frieder steigt ein in die Entwicklung unserer Prozess-App, Gerhard ist als „Networker“ unterwegs und vernetzt uns mit Persönlichkeiten und Organisationen und Katja verstärkt unser Know-How in Sachen Didaktik und Prozessgestaltung bei den Connector-Teams. Das bedeutet einen enormen Schub für unsere Handlungsfähigkeit.

Ausblick

Mit dem Anbruch der zweiten Jahreshälfte stehen große Vorhaben auf unserer Agenda. Zunächst starten wir noch einmal einen ausführlichen internen Prozesslauf, um unsere technischen Werkzeuge und Prozessinnovationen zu testen – und natürlich um das unter den Mitwirkenden von Connected Awareness vorhandene Bewusstsein noch vollständiger abzuschöpfen. Gleichzeitig steht die Arbeit mit weiteren Organisationen an. Wir bringen unsere Prozess-App voran und identifizieren die nächsten Schritte zur Entwicklung unserer Online-Plattform. Läuft alles nach Plan, können wir wohl schon in den nächsten Wochen eine manuell gepflegte Variante der Plattform online bringen. Wir bereiten die Gründung von Lokalgruppen vor und werden einen Aufruf zur Bildung von Connector-Teams starten. Und ganz nebenbei gilt es, Fördergelder einzuwerben und weiter unsere Crowdfunding-Kampagne vorzubereiten.

Ihr seht, es bleibt eine Menge zu tun: Packen wir es an!

 

Dieser Artikel stammt aus den Fingern von Florian, unter den wachsamen Gestaltungs- und Grammatikaugen von Jana und Jens.

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