NARRATIV & PROZESS­DOKUMENT

Die gemeinsam gestalteten Inhalte des Prozessdokuments bereiten wir auf – z.B. in Form eines „Narrativs“. Wir laden dich und alle Organisationen ein, das nötige Bewusstsein über eine Welt, die für alle funktioniert, über unseren Dialog- und Austauschprozess mitzugestalten. Mehr erfahren

Tausch dich gern schon jetzt in den „Weltbewusst“-Gesprächen darüber aus. Mehr erfahren

— Wie will ich mit mir sein? —

Unsere Verbindung zu uns selbst

Die Frage für uns alle ist: Wofür bin ich hier und wo liegt mein Glück? Ich bin Teil eines großen Gebildes – dem Leben. Teil des Universums, Teil der Gemeinschaft des Lebens, umgeben von meinen Mitmenschen. Alles das bildet meine Umwelt. Über die Zeit hat sie aller Art Spuren in mir hinterlassen – teils schmerzhaft, teils wunderbar. Meine Geschichte prägt mich. Aber auch ich habe Spuren in meiner Umwelt hinterlassen. Wir beeinflussen uns gegenseitig permanent. Wir sind untrennbar verwoben.

Doch was tun wir hier? Alles, was Menschen tun, tun sie im Streben nach Zufriedenheit, vielleicht sogar nach Glück. So auch bei mir: Ich möchte mir die gleichen Lebensqualitäten erfüllen, die sich alle Menschen wünschen: Sicherheit, Geborgenheit, Weiterentwicklung, Freiheit, Ruhe, Liebe, Kontakt, Wertschätzung, Beitrag und so viele mehr. Das sind unsere Bedürfnisse. Auf der Ebene unserer menschlichen Bedürfnisse erkennen wir uns alle wieder und sind vereint.

Mir ist deshalb klar: In meiner tiefsten Motivation will ich mit allem, was ich tue, weder anderen Menschen noch der Welt schaden. Nein, ich möchte in Kontakt mit diesen Lebensqualitäten kommen. Jeden Tag lerne ich meine Wege dorthin so zu gestalten, dass sie anderes Leben weniger und weniger verletzen. Ich versuche meine Strategien deshalb stets flexibel zu halten, um meine Bedürfnisse gleichzeitig vollumfänglich zu erfüllen. Das gelingt mir manchmal besser, manchmal schlechter. Perfekt bin ich nicht.

Mir ist bewusst, dass meine Gefühle, meine Urteile über mich selbst und über andere und oft auch meine Körperempfindungen auf meine Bedürfnisse hinweisen – erfüllte wie unerfüllte. Sie sind somit meine Wegweiser zu meiner tiefgründigen Zufriedenheit und meinem Glück. Sie bewegen mich und geben mir Richtung. Ich lasse mich bewegen und folge ihnen. Ich frage mich: Was ist mein nächster mutiger Schritt, um meinen Traum zu leben?

Ich habe meinen persönlichen Blick auf die Dinge – meine persönliche Realität. Was ich sehe und wahrnehme, nehmen andere vielleicht nicht oder anders wahr. Genauso bewerte ich die Dinge nach persönlichen Maßstäben – geprägt durch meine Geschichte. Ich habe viel davon gehört, wie die Welt sein sollte und wie sie nicht sein sollte. Wie ich sein sollte. Was ich tun und lassen sollte. Meine Gedanken und die Gedanken anderer sind Vorschläge. Ich kann entscheiden, ob ich sie glaube oder nicht. Manche habe ich geglaubt, manche nicht, manche glaube ich auch heute. So einiges habe ich selbst herausgefunden. Ich habe meine persönliche Wahrheit. Nur wer meine Realität und Wahrheit kennt, weiß, warum ich mich so verhalte, wie ich mich verhalte. Sagt mir bitte, wenn euch etwas an meinem Verhalten nicht gefällt, damit ich davon weiß und wir Lösungen finden können.

Ich möchte der Erfüllung meiner Bedürfnisse bewusst entgegen streben – Heilung erfahren, mir selbst und anderen vergeben, frei sein, faszinierende Werke schaffen, zum großen Ganzen beitragen, Spaß haben, das Leben voll genießen. Meine Bedürfnisse bringen mich von innen heraus ins Tun – mein Sinn und meine Leidenschaft liegen hier. Meine Taten helfen mir und meist auch anderen. Ich möchte deshalb aktiv an einer Gesellschaft mitgestalten, in der wir alle so gut wie möglich den Themen und Tätigkeiten nachgehen können, die uns von innen heraus bewegen. Ich möchte aus meiner Sehnsucht heraus selbstbestimmt handeln können – nicht aus Angst, Verurteilung oder Zwang.

Wenn ich nicht weiter weiß, helfen mir geschützte Räume und oft auch Menschen, die mich empathisch begleiten – Menschen, die mir wirklich zuhören, bei denen ich ganz ich selbst sein kann und die mit mir nächste Schritte beleuchten. Manchmal hilft es mir, wenn sie mich daran erinnern, dass ich im Grunde meines Wesens ein einzigartiger, wertvoller Teil der Gemeinschaft bin.

Um selbstbestimmt für meine und die Bedürfnisse anderer sorgen zu können, brauche ich Wissen und Fertigkeiten. Ich brauche Lernorte und Spielplätze, um sie mir anzueignen. Ich kann am besten lernen, wenn ich wirklich an einer Sache von mir aus interessiert bin. Ich möchte neugierig sein dürfen, kreativ Herausforderungen überwinden, das Bestehende kritisch hinterfragen und die Welt erfahren. Ich möchte an einer Gesellschaft mitgestalten, die stets all das bietet, was wir für unsere Lernwege brauchen können. Viele von uns geben ihr Wissen und Fertigkeiten dann auch gern an andere weiter – einfach, weil wir begeistert sind.

— Wie wollen wir miteinander sein? —

Unsere Verbindung zu anderen Menschen

Jeder Mensch steht mit jedem anderen Menschen direkt oder indirekt in Verbindung. Gemeinsam bilden wir einen verflochtenen Organismus, der selbst mit allem anderen Leben verbunden ist. Jeder Mensch ist also Teil der Umwelt eines jeden anderen Menschen. Wir alle beeinflussen uns gegenseitig und haben damit die Möglichkeit, Veränderung herbeizuführen – bei Menschen sowie in Kulturen und Systemen.

Unsere Vorhaben können in Konflikt miteinander stehen. Doch es sind nicht wir als Menschen oder unsere Bedürfnisse, die im Konflikt gegeneinander stehen. Es sind unsere gewählten Wege und Strategien. Unsere Strategien und Wege, die wir durch die Koordination der Erfüllung unserer Bedürfnisse (Bedürfnisorientierte Koordination) gemeinsam so gestalten können, dass neue Wege entstehen, die für uns alle passen.

Jede Art von Konflikt beherbergt eine Tür zu Veränderung, die das Leben für alle Beteiligten lebenswerter macht. Es gibt stets eine Lösung, die für alle funktioniert. Und wir wissen, dass wir uns zunächst um die Offenheit und den Willen bemühen müssen, diese Lösung auch zu finden. Sind wir soweit, gehen wir in den Dialog zum Austausch von Perspektiven, Wissen und Hintergründen, um gemeinsames Verständnis zu schaffen – gegenseitig unsere Wünsche, Sehnsüchte, Sorgen und Schmerzen zu sehen. Wir begegnen uns in Mitgefühl. Die Fragen: Wie geht es uns mit unserem Konflikt? Welche Aspekte sind für unseren gemeinsamen Weg wichtig? Welche sind die Aspekte, Ziele und Wünsche, die hinter unseren konfliktären Strategien stehen? Wir nutzen sie als Basis unserer gemeinsamen Lösung, um von unseren alten Strategien ablassen zu können. Wir wissen, dass wir kontroverse Aspekte mit der gleichen Frage aufbrechen können, bis eine von uns allen getragene, nicht-kontroverse Essenz an Aspekten entsteht. Und wir feiern, wenn wir diese Essenz gefunden haben; gegenseitig unsere Bedürfnisse erkennen. Von hier aus bauen wir großartige Lösungen!

In unseren Dialogen hilft uns dabei der Versuch, uns gegenseitig zuzuhören und zu verstehen. Wir wissen, dass „zuhören“ und „verstehen“ nicht zu verwechseln sind mit „zustimmen“ und „akzeptieren“. Wir versuchen „Beobachtung“ von „Interpretation“ zu trennen, damit wir Einblick in unsere persönlichen Realitäten erlangen und gemeinsame Realitäten aufbauen können. Für authentische Kooperation braucht es authentische Begegnung. Auch wenn wir dafür mutig sein müssen: Wir geben unser Bestes, um das möglich zu machen.

Bedürfnisorientierte Koordination ist das Beste, was wir bisher haben, um unsere Konflikte effektiv und nachhaltig zu lösen und Entscheidungsprozesse konstruktiv voranzubringen. Auf diese Weise kann Frieden und Synergie entstehen – im Kleinen wie im Großen. Deshalb wollen wir eine Gesellschaft gestalten, in der alle Menschen bei der Auflösung ihrer Konflikte Unterstützung finden. Wir wollen uns gegenseitig dabei unterstützen.

Um Konflikte vermeiden und lösen zu können, wollen wir bei der Gestaltung von Systemen, Strukturen und Prozessen darauf achten, dass Beteiligte und Betroffene sie auf möglichst einfachem Wege an eigene Bedürfnisse anpassen können. Wir wollen uns in unseren Organisationen auf Augenhöhe begegnen, um den Weg zu unseren gemeinsamen Visionen durch unsere kollektive Weisheit sinnvoll zu gestalten.

Das Wissen, wie wir unsere Welt in Frieden bringen, ist da. Wir wollen lernen, besser und besser in Kooperation miteinander zu kommen – ein echtes Miteinander auf allen Ebenen der Gesellschaft.

Ökoligenta

Begegnung & Austausch, Kontaktplattformen, Vernetzung

Peaz

Begegnung & Austausch, Kommunikationssysteme, Kontaktplattformen, Nachfrage-Ressourcen-Netzwerke, Vernetzung
Alle anzeigen ()
Begegnung & Austausch ()
Empathisch kommunizieren ()
Konfliktmediation ()
Moderation ()
Macht & Privilegien ()
Gemeinschaftsbildung ()
Gemeinsam organisieren & führen ()
Vernetzung ()

Was macht eine „beitragende Organisation“ aus? Hier erfährst du es …

— Wie wollen wir in der Welt sein? —

Ressourcen­reichhaltigkeit im Einklang mit den Ökosystemen der Erde

Für unsere Vorhaben brauchen wir stets Ressourcen. Ob Klarheit, Kraft und Energie, ob Nahrung, Material, Raum oder Zeit: Ressourcen sind Teil unserer Strategien, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Und wir sind sicher: Es ist genug für alle da!

Uns ist bewusst, wie es sich mit Ressourcen verhält: Ist eine Ressource in geringerem Maße vorhanden als wir sie brauchen, ist sie knapp. Knappheit mögen wir nicht. Wir wollen Reichhaltigkeit erleben. Wir können Reichhaltigkeit einer Ressource zum einen herbeiführen, indem wir ihre Menge erhöhen. Oder indem wir zum anderen unsere Strategien ändern, um von einer knappen Ressource weniger zu benötigen. An Stelle der knappen Ressourcen nutzen wir verstärkt Ressourcen, die uns in Reichhaltigkeit vorliegen. Denn sinkt der Bedarf an einer Ressource unter die Menge ihrer Verfügbarkeit, entsteht ebenso Reichhaltigkeit.

Sollte Knappheit entstehen, versuchen wir, sie zu einer gemeinsamen Herausforderung zu machen. Über bedürfnisorientierte Koordination versuchen wir dann, gemeinsame Lösungen und Wege zu finden, die zu Ressourcenreichhaltigkeit führen. Wir wollen dazu beitragen, dass alle Menschen stets jene Ressourcen zur Verfügung haben, die sie benötigen, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Und wenn uns die Menge einer Ressource beschränkt, dann schöpfen wir aus unserer Fertigkeit, unsere Strategien flexibel anzupassen. So können wir unsere Bedürfnisse auf anderen Wegen befriedigen.

Wir glauben heute auch: Die Menge und Regenerationsrate an Material und Energie auf der Erde ist begrenzt. Deshalb wollen wir Materialien und Energie auf diesem Planeten so nutzen, dass sie uns möglichst lange zur Verfügung stehen. Unsere Verbrauchsrate sollte niedriger sein als ihre Regenerationsrate. Unsere Werkzeuge sollten langlebig und reparierbar sein, oft wiederverwendet werden und schließlich in ihre Grundbestandteile zerlegt werden können. Ressourcen, die mit den Ökosystemen harmonieren, können wir wieder in die natürlichen Ressourcenkreisläufe zurückgeben. Alle anderen sollten in unseren Wirtschaftskreisläufen verbleiben und in neuen Werkzeugen wiederverwertet werden.

Auf diese Weisen für Reichhaltigkeit zu sorgen, kann Grundpfeiler unserer ökonomischen Systeme werden. Ressourcen sollen frei dorthin fließen können, wo sie gebraucht werden. Dafür braucht es auch freien Informationsfluss. Unsere Kommunikationssysteme ermöglichen es uns, stets miteinander in Austausch über alle uns bewegenden Themen gehen zu können – unsere Privatsphäre schützend. Auf Wissens- und Informationsplattformen legen wir unsere Erkenntnisse ab, lernen voneinander und passen sie kontinuierlich den Entwicklungen an. Personenverkehrssysteme erlauben uns, die Welt zu entdecken, Menschen zu treffen und uns selbst ein Bild zu machen.

Unsere Systeme helfen uns dabei, eigene, nach unseren Bedürfnissen maßgeschneiderte Werkzeuge zu entwickeln, die nicht nur ökologische und gesellschaftliche Kriterien erfüllen, sondern auch gleich allen anderen Menschen zur Verfügung stehen können (Entwurfs- und Konfigurationssysteme). Unsere Produktionssysteme – eng gekoppelt mit Daten zur aktuellen Nachfrage – stellen stets Reichhaltigkeit sicher. Zusammen mit unseren Verteilungssystemen sorgen sie dafür, dass Materialien und Werkzeuge effizient und zeitnah dorthin gelangen, wo Menschen sie brauchen. Überblickgebende Systeme messen derweil die Grade an Knappheit und Reichhaltigkeit, damit wir frühzeitig auf Engpässe reagieren können, um für Reichhaltigkeit zu sorgen. 

Unsere Energieproduktion nutzt ausschließlich saubere, schnell-erneuerbare Energiequellen (z.B. Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme, usw). Wir nutzen Technik zur optionalen Automatisierung – genau an jenen Stellen, wo sie uns von Tätigkeiten befreien, die wir selbst nicht gern machen oder uns in der Masse zu viel wird. Dennoch ist es uns wichtig, jede Tätigkeit auch manuell durchführen zu können. Technik ist unser Hilfsmittel, wenn es leichter, entspannter, präziser oder in sonst irgendeiner Form unterstützend sein soll. Geraten wir mit einer Technik in Konflikt, beraten wir über bedürfnisorientierte Koordination, wie wir die Situation umgestalten können. Transparenz ist uns wichtig, damit Menschen Strukturen und Abläufe intensiv beobachten, erleben, studieren und schließlich verbessern können.

Wir glauben, dass mit wachsender Bevölkerungsgröße auch die Herausforderungen wachsen, Ressourcenreichhaltigkeit zu schaffen. Deshalb ist uns wichtig zu verstehen, welche Umstände zum Wachsen und zum Sinken der Bevölkerungsgröße führen. Doch egal, wie viele wir hier auf der Erde sind: Wir geben unser Bestes, Knappheit gemeinsam zu tragen und Wege zu finden, Reichhaltigkeit zu schaffen. Für alle!

Ökoligenta

Begegnung & Austausch, Kontaktplattformen, Vernetzung

Peaz

Begegnung & Austausch, Kommunikationssysteme, Kontaktplattformen, Nachfrage-Ressourcen-Netzwerke, Vernetzung
Alle anzeigen ()
Design ökologisch nachhaltiger Technik ()
Kollaborationsplattformen ()
Kommunikationssysteme ()
Wissensquellen ()
Wissensaufbereitung ()
Kontaktplattformen ()
Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten ()
Nachfrage-Ressourcen-Netzwerke ()
Problemdokumentation ()
Was macht eine „beitragende Organisation“ aus? Hier erfährst du es …

Das Prozess­dokument

Das Prozessdokument steht im Mittelpunkt unserer Austauschprozesse. In ihm versuchen wir, das gemeinsame Bewusstsein aller teilnehmenden Organisationen in Worte zu fassen und durch Grafiken und Beispiele zu begleiten. Kriterien unseres Anspruchs an das Prozessdokument sind u.a.:

  • alle Menschen können sich darin wiederfinden
  • die Inhalte sind für jeden Menschen leicht zugänglich
  • es ist in sich widerspruchsfrei und konsistent
  • es ist mit möglichst wenig Aufwand zu erfassen und zu bearbeiten

Häufig gestellte Fragen zum Prozessdokument