NARRATIV & PROZESS­DOKUMENT

Die gemeinsam gestalteten Inhalte des Prozessdokuments bereiten wir auf – z.B. in Form des folgenden Narrativs. Wir laden dich und alle Organisationen, denen du angehörst, ein, dieses gemeinsame Narrativ über unseren Dialog- und Austauschprozess mitzugestalten. Mehr erfahren

— Wie will ich mit mir sein? —

Unsere Verbindung zu uns selbst

Die Frage für uns alle ist: Wofür bin ich hier und wo liegt mein Glück? Ich bin Teil eines großen Gebildes – dem Leben. Teil des Universums, Teil der Gemeinschaft des Lebens, umgeben von meinen Mitmenschen. Alles das bildet meine Umwelt. Über die Zeit hat sie aller Art Spuren in mir hinterlassen – teils schmerzhaft, teils wunderbar. Meine Geschichte prägt mich. Aber auch ich habe Spuren in meiner Umwelt hinterlassen. Wir beeinflussen uns gegenseitig permanent. Wir sind untrennbar verwoben.

Doch was tun wir hier? Alles, was Menschen tun, tun sie im Streben nach Zufriedenheit, vielleicht sogar nach Glück. So auch bei mir: Ich möchte mir die gleichen Lebensqualitäten erfüllen, die sich alle Menschen wünschen: Sicherheit, Geborgenheit, Weiterentwicklung, Freiheit, Ruhe, Liebe, Kontakt, Wertschätzung, Beitrag und so viele mehr. Das sind unsere Bedürfnisse. Auf der Ebene unserer menschlichen Bedürfnisse erkennen wir uns alle wieder und sind vereint.

Mir ist deshalb klar: In meiner tiefsten Motivation will ich mit allem, was ich tue, weder anderen Menschen noch der Welt schaden. Nein, ich möchte in Kontakt mit diesen Lebensqualitäten kommen. Jeden Tag lerne ich meine Wege dorthin so zu gestalten, dass sie anderes Leben weniger und weniger verletzen. Ich versuche meine Strategien deshalb stets flexibel zu halten, um meine Bedürfnisse gleichzeitig vollumfänglich zu erfüllen. Das gelingt mir manchmal besser, manchmal schlechter. Perfekt bin ich nicht.

Mir ist bewusst, dass meine Gefühle, meine Urteile über mich selbst und über andere und oft auch meine Körperempfindungen auf meine Bedürfnisse hinweisen – erfüllte wie unerfüllte. Sie sind somit meine Wegweiser zu meiner tiefgründigen Zufriedenheit und meinem Glück. Sie bewegen mich und geben mir Richtung. Ich lasse mich bewegen und folge ihr. Ich frage mich: Was ist mein nächster mutiger Schritt, um meinen Traum zu leben?

Ich habe meinen persönlichen Blick auf die Dinge – meine persönliche Realität. Was ich sehe und wahrnehme, nehmen andere vielleicht nicht oder anders wahr. Genauso bewerte ich die Dinge nach persönlichen Maßstäben – geprägt durch meine Geschichte. Ich habe viel davon gehört, wie die Welt sein sollte und wie sie nicht sein sollte. Wie ich sein sollte. Was ich tun und lassen sollte. Meine Gedanken und die Gedanken anderer sind Vorschläge. Ich kann entscheiden, ob ich sie glaube oder nicht. Manche habe ich geglaubt, manche nicht, manche glaube ich auch heute. So einiges habe ich selbst herausgefunden. Ich habe meine persönliche Wahrheit. Nur wer meine Realität und Wahrheit kennt, weiß, warum ich mich so verhalte, wie ich mich verhalte. Sagt mir bitte, wenn euch etwas an meinem Verhalten nicht gefällt, damit ich davon weiß und wir Lösungen finden können.

Ich möchte der Erfüllung meiner Bedürfnisse bewusst entgegen streben – Heilung erfahren, mir selbst und anderen vergeben, frei sein, faszinierende Werke schaffen, zum großen Ganzen beitragen, Spaß haben, das Leben voll genießen. Meine Bedürfnisse bringen mich von innen heraus ins Tun – mein Sinn und meine Leidenschaft liegen hier. Meine Taten helfen mir und meist auch anderen. Ich möchte deshalb aktiv an einer Gesellschaft mitgestalten, in der wir alle so gut wie möglich den Themen und Tätigkeiten nachgehen können, die uns von innen heraus bewegen. Ich möchte aus meiner Sehnsucht heraus selbstbestimmt handeln können – nicht aus Angst, Verurteilung oder Zwang.

Wenn ich nicht weiter weiß, helfen mir geschützte Räume und oft auch Menschen, die mich empathisch begleiten – Menschen, die mir wirklich zuhören, bei denen ich ganz ich selbst sein kann und die mit mir nächste Schritte beleuchten. Manchmal hilft es mir, wenn sie mich daran erinnern, dass ich im Grunde meines Wesens ein einzigartiger, wertvoller Teil der Gemeinschaft bin.

Um selbstbestimmt für meine und die Bedürfnisse anderer sorgen zu können, brauche ich Wissen und Fertigkeiten. Ich brauche Lernorte und Spielplätze, um sie mir anzueignen. Ich kann am besten lernen, wenn ich wirklich an einer Sache von mir aus interessiert bin. Ich möchte neugierig sein dürfen, kreativ Herausforderungen überwinden, das Bestehende kritisch hinterfragen und die Welt erfahren. Ich möchte an einer Gesellschaft mitgestalten, die stets all das bietet, was wir für unsere Lernwege brauchen können. Viele von uns geben ihr Wissen und Fertigkeiten dann auch gern an andere weiter – einfach, weil wir begeistert sind.

Große Teile unserer Gesellschaft wirken isoliert voneinander und vom uns umgebenden Leben: Nachbarn kennen sich selten, viele Menschen sind einsam und hoffnungslos, die Bedürfnisse der Natur werden systematisch ignoriert und die Gräben zwischen verschiedenen Meinungspolen der Gesellschaft werden größer. Haben wir vielerorts vergessen, dass wir alle Teil eines großen, gemeinsamen Ganzen sind?

Viele haben sich noch nie gefragt, wie der Weg zu ihrem eigenen Glück aussieht – oder diese Frage wurde ihnen mit der Zeit ausgeredet. Es sind extrinsische Anreize, die unsere Gesellschaft prägen. Wir arbeiten vor allem, um versorgt zu sein (= Geld zu verdienen). Innerlich haben hunderttausende Menschen bereits gekündigt. Sie sehnen sich nach Ruhe und einer Auszeit vom Getriebensein – auch schon unsere Kinder. Der Wunsch nach einer sicheren Basis, die es ermöglicht, dem eigenen Sinn und Glück selbstbestimmt folgen zu können, ist groß.

Von klein auf erfahren viele von uns, was sie tun und lassen sollten, wie sie sein und nicht sein sollten. Ihre Ausrichtung wird fremdbestimmt. Gehorchen ist wichtiger als träumen, spüren, wahrnehmen, sinnvoll beitragen und selbstwirksam glücklich sein. Viele Teile unserer Arbeitswelten und Bildungssysteme funktionieren so – wir müssen lernen, was andere für wichtig halten. Viel zu selten – oft gar nicht – begegnen uns Menschen, die uns davon erzählen, WARUM sie es für wichtig halten und dabei gleichzeitig unsere Wünsche sehen. Das würde uns helfen, selbst zu wählen, was wir davon zu unserem eigenen Weg machen wollen. In vielen Arbeits- und Bildungsumfeldern, die wir uns oft nicht ausgesucht oder keine andere Wahl gesehen haben, langweilen wir uns und werden als Menschen übersehen. Unsere Motivation sinkt und schließlich wissen wir gar nicht mehr, was wir eigentlich für uns erreichen wollen – wir sind getrennt von uns selbst und unseren Bedürfnissen.

Eine scheinbar absolute, allgemeingültige Werteeinteilung von „Richtig“ und „Falsch“ oder „Gut“ und „Böse“ dominiert viele von uns. Glauben wir diese Geschichte, beginnen manche von uns sich in Gedankenkarussellen und Selbstgeißelung dieser Norm anzupassen. Wir erzählen diese Geschichte weiter und verurteilen andere Menschen. Wir hören nicht, was unsere Urteile über unsere Wünsche sagen. Viele empfinden sich selbst als wert- und nutzlos, fühlen sich leer. Innere Schmerzen quälen sie. Viele von uns geben innerlich auf und schalten ab. Einige entscheiden sich schließlich, aus dem Leben zu scheiden.

Und trotz allem gibt es viele Strömungen, die einige Menschen wieder in Verbindung mit sich selbst bringen und Erfahrungen von „Du bist wertvoll für uns!“ zu neuer Lebendigkeit führen: Achtsamkeitspraktiken, Yoga, Gewaltfreie Kommunikation, Konferenzen des Scheiterns und des Glücks. „Aktive“, „Demokratische“, „Gewaltfreie“ und viele andere neuartige Schulformen bieten Alternativen zur autoritären Praxis. Es gibt viele Angebote, unsere Verbindung zu uns selbst (wieder) zu finden, sie zu erhalten und zu stärken. Wir müssen nur danach suchen.

Wenn es um deine Verbindung zu dir geht, brauchst du Zeit und Raum für dich. Einen geschützten Raum, in dem du ganz du sein kannst. In dem sich alles zeigen darf. Ein Raum für Fragen wie diese:

  • Wofür bin ich hier?
  • Wo liegt mein Glück?
  • Wie geht es mir gerade?
  • Welche Gefühle sind da – was macht mich wütend, traurig, fröhlich?
  • Welche Urteile über mich, andere und das Leben sind da?
  • Wie spüre ich meinen Körper heute?
  • Welche Sehnsüchte, welche Bedürfnisse liegen dahinter?

Bring die Dinge ins Fließen. Lass es sich zeigen, damit du es erkennen kannst. Vielleicht hilft es dir, vertraute Menschen um Begleitung dabei zu bitten. Sie können für dich da sein und dir erzählen, was sie von dir wahrnehmen, dich halten und gemeinsam mit dir gestalten – wenn du möchtest.

Hast du etwas Ruhe, Frieden und Klarheit gefunden, schau wie es weitergehen kann:

  • Was ist meine Vision von mir selbst und meinem Leben?
  • Was sind meine nächsten Schritte, um meine Bedürfnisse zu erfüllen?
  • Welche Ressourcen und Möglichkeiten habe ich?
  • Welche Ressourcen und Möglichkeiten hätte ich gern, und wie kann ich sie aufbauen?
  • Welcher Weg fühlt sich stimmig für mich an?

Was du außerdem tun kannst:

  • Schaffe geschützte Räume für andere – Räume, in denen niemand verurteilt wird – alle Gefühle und Gedanken sein dürfen
  • Entwickle deine Fertigkeiten, dich selbst und andere empathisch zu begleiten.
  • Unterstütze dich und andere dabei, der eigenen Richtung zu folgen. Gerade bei Kindern passiert es uns, dass wir ihnen sagen, was sie tun und nicht tun sollen. Erforsche deine Grenzen und benenne sie. Greife nur ein, wenn es gar nicht anders für dich geht. Der Spagat zwischen Schutz und Entwicklungsfreiräumen kann eine enorme Herausforderung sein.
  • Unterstütze Menschen und Organisationen, die die Verbindung von Menschen zu sich selbst stärken

Bisher hat noch keine Organisation aus diesem Bereich an unserem Austauschprozess teilgenommmen. Du bist Teil einer solchen Organisation? Dann werdet Teil unseres Austauschprozesses zur gemeinsamen Gestaltung des Narrativs!


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— Wie wollen wir miteinander sein? —

Unsere Verbindung zu anderen Menschen

Jeder Mensch steht mit jedem anderen Menschen direkt oder indirekt in Verbindung. Gemeinsam bilden wir einen verflochtenen Organismus, der selbst mit allem anderen Leben verbunden ist. Jeder Mensch ist also Teil der Umwelt eines jeden anderen Menschen. Wir alle beeinflussen uns gegenseitig und haben damit die Möglichkeit, Veränderung herbeizuführen – bei Menschen sowie in Kulturen und Systemen.

Unsere Vorhaben können in Konflikt miteinander stehen. Doch es sind nicht wir als Menschen oder unsere Bedürfnisse, die im Konflikt gegeneinander stehen. Es sind unsere gewählten Wege und Strategien. Unsere Strategien und Wege, die wir durch die Koordination der Erfüllung unserer Bedürfnisse (Bedürfnisorientierte Koordination) gemeinsam so gestalten können, dass neue Wege entstehen, die für uns alle passen.

Jede Art von Konflikt beherbergt eine Tür zu Veränderung, die das Leben für alle Beteiligten lebenswerter macht. Es gibt stets eine Lösung, die für alle funktioniert. Und wir wissen, dass wir uns zunächst um die Offenheit und den Willen bemühen müssen, diese Lösung auch zu finden. Sind wir soweit, gehen wir in den Dialog zum Austausch von Perspektiven, Wissen und Hintergründen, um gemeinsames Verständnis zu schaffen – gegenseitig unsere Wünsche, Sehnsüchte, Sorgen und Schmerzen zu sehen. Wir begegnen uns in Mitgefühl. Die Fragen: Wie geht es uns mit unserem Konflikt? Welche Aspekte sind für unseren gemeinsamen Weg wichtig? Welche sind die Aspekte, Ziele und Wünsche, die hinter unseren konfliktären Strategien stehen? Wir nutzen sie als Basis unserer gemeinsamen Lösung, um von unseren alten Strategien ablassen zu können. Wir wissen, dass wir kontroverse Aspekte mit der gleichen Frage aufbrechen können, bis eine von uns allen getragene, nicht-kontroverse Essenz an Aspekten entsteht. Und wir feiern, wenn wir diese Essenz gefunden haben; gegenseitig unsere Bedürfnisse erkennen. Von hier aus bauen wir großartige Lösungen!

In unseren Dialogen hilft uns dabei zu versuchen, uns gegenseitig zuzuhören und zu verstehen. Wir wissen, dass „zuhören“ und „verstehen“ nicht zu verwechseln sind mit „zustimmen“ und „akzeptieren“. Wir versuchen „Beobachtung“ von „Interpretation“ zu trennen, damit wir Einblick in unsere persönlichen Realitäten erlangen und gemeinsame Realitäten aufbauen können. Für authentische Kooperation braucht es authentische Begegnung. Auch wenn wir dafür mutig sein müssen: Wir geben unser Bestes, um das möglich zu machen.

Bedürfnisorientierte Koordination ist das Beste, was wir bisher haben, um unsere Konflikte effektiv und nachhaltig zu lösen und Entscheidungsprozesse konstruktiv voranzubringen. Auf diese Weise kann Frieden und Synergie entstehen – im Kleinen wie im Großen. Deshalb wollen wir eine Gesellschaft gestalten, in der alle Menschen bei der Auflösung ihrer Konflikte Unterstützung finden. Wir wollen uns gegenseitig dabei unterstützen.

Um Konflikte vermeiden und lösen zu können, wollen wir bei der Gestaltung von Systemen, Strukturen und Prozessen, darauf achten, dass Beteiligte und Betroffene sie auf möglichst einfachem Wege an eigene Bedürfnisse anpassen können. Wir wollen uns in unseren Organisationen auf Augenhöhe begegnen, um den Weg zu unseren gemeinsamen Visionen durch unsere kollektive Weisheit sinnvoll zu gestalten.

Das Wissen, wie wir unsere Welt in Frieden bringen, ist da. Wir wollen lernen, besser und besser in Kooperation miteinander zu kommen – ein echtes Miteinander auf allen Ebenen der Gesellschaft.

„Gegeneinander“ dominiert unsere Wahrnehmung. Ob in zwischenmenschlichen Beziehungen, Organisationen, Politik, Wirtschaft; ob zwischen Staaten und Staatenbündnissen. Gewaltsame Konflikte, Kriege, Machtspiele, tiefe Gräben, zehrende Streits. Das Miteinander ist auch da; doch das Gegeneinander dominiert.

Warum? Gibt es zu wenig von etwas, das wir nur dann bekommen können, wenn wir gewinnen? Gibt es gute und böse Menschen, wobei die Guten immer gewinnen sollten und wir uns stets zu genau diesen zählen? Feindbilder haben sich in uns verhärtet. Statt Menschen sehen wir in unseren Feinden Monster. Wir können uns gar nicht mehr vorstellen, dass auch sie Menschen sind, die fühlen und Träume haben. Niemand von uns zählt sich selbst zu den bösen Menschen. Niemand.

Ja, wir haben Angst, dass unsere Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Wir haben Angst, dass wir nicht das bekommen, was wir brauchen. Und da wir unsere Bedürfnisse noch nicht von unseren Strategien getrennt haben, ist es für uns fatal, wenn unsere Strategie mit der Strategie eines anderen Menschen kollidiert. Wir beginnen zu kämpfen – um unsere Bedürfnisse, nicht gegen Menschen. Wir verletzen und traumatisieren. Und merken es gar nicht.

Nicht alle kämpfen. Manche geben auf und ziehen sich zurück. Oder sie erstarren vor Angst, und halten alles aus.

Das Miteinander im Gegeneinander zu finden – nicht mehr zu glauben, dass es überhaupt ein Gegeneinander gibt – ist die Schlüssel-Lernaufgabe unserer menschlichen Gemeinschaft und aller ihrer Teile – vom Netzwerk unserer Organisationen bis zu den verschiedenen Anteilen eines jeden Individuums. Zu lernen, dass genug für alle da ist. Zu lernen, dass wir die gemeinsamen Lösungen auch meist nur durch gemeinsame Wege finden. Durch gemeinsame Gespräche, Mitgefühl, gemeinsames Verständnis und die sich dadurch öffnenden Türen.

Dominanz ist eine Folge des Kampfes. Treten wir aus unserem Gegeneinander heraus, und dafür in echte, bedürfnisorientierte Kooperation ein, verschwindet Dominanz. Dominanz erkennen wir heute auf nahezu allen Ebenen der Gesellschaft: Die Dominanz, wenn Menschen anderen Menschen vorschreiben, was sie zu tun haben. Die männliche Dominanz gegenüber dem Weiblichen. Die Dominanz der Industrieländer gegenüber dem Rest der Welt. Rassismus und jede Art von Dominanz gegenüber Andersartigkeit. Die Dominanz von Menschen, die Recht haben wollen. Dominanz der Menschheit gegenüber der Natur.

Wenn wir um das Miteinander im Gegeneinander wissen und gelernt haben, wie wir es gemeinsam finden, können wir friedlich koexistieren und gemeinsam großartige, faszinierende Dinge schaffen – ein wunderbares Leben für uns alle!

Trainiere deine Fertigkeiten,

  • Konflikte zu erkennen
  • Momente des Gegeneinander zu erkennen
  • zu erkennen, wenn du kämpfst
  • zu erkennen, wenn du aufgibst und dich zurück ziehst
  • zu erkennen, wann du erstarrst und aushältst
  • zu sagen „Stopp, wir kämpfen, ich will das nicht!“
  • eigene Feindbilder zu erkennen; reflektiere sie – Was ist dir wichtig an deinem Konflikt mit deinen Feindinnen und Feinden?
  • deine Verantwortung im Konflikt zu erkennen – machst du dich nicht auf den Weg nach einer Lösung für alle, tut es vielleicht niemand
  • herauszufinden, was dir an deinen Konflikten wichtig ist – inneren Konflikten wie Konflikten zu anderen
  • Wege zu finden, Konflikte anzusprechen
  • Wege zu finden, anders in den Kontakt mit deinen Konfliktpartner*innen zu kommen
  • Verschiedenheiten willkommen zu heißen
  • zu vergeben – dir selbst und anderen
  • dabei stets mit dir selbst verbunden zu bleiben

Finde heraus, wo du dominierst

  • Haben andere Menschen in bestimmten Situationen Angst vor dir; z.B. deine Kinder?
  • Kann dir jede*r alles sagen?
  • Sind alle zufrieden mit eurem Miteinander und eurer Art zu interagieren?
  • Kannst du Wege finden, anderen das Vertrauen zu geben, dir alles sagen zu können, was sie bewegt, damit du es hören, verstehen und nach neuen Wegen Ausschau halten kannst?

Unterstütze den Aufbau authentischer Kooperation auf Augenhöhe auch in Organisationen. Klärt Fragen wie

  • Welche Kultur des Miteinanders wollen wir pflegen; welche Werte stehen dahinter?
  • Wie wollen wir aufeinander achten und füreinander sorgen?
  • Wie wollen wir gemeinsam Entscheidungen treffen, damit jede*r mitgestalten kann?
  • Wie können wir implizite Macht und Privilegien erkennen? Wie können wir dafür sorgen, dass alle mit ähnlicher Leichtigkeit und Sicherheit, mitgestalten können?
  • Wie können wir dafür sorgen, dass sich alles bei uns zeigen kann?
  • Wir können wir uns gegenseitig auf unseren persönlichen Entwicklungspfaden unterstützen?
  • Wie wollen wir Konflikte bearbeiten?

Außerdem kannst du Menschen und Organisationen unterstützen, die unsere Verbindungen untereinander stärken.

Ökoligenta

Begegnung & Austausch, Kontaktplattformen, Vernetzung

peaz.org

Begegnung & Austausch, Kommunikationssysteme, Kontaktplattformen, Nachfrage-Ressourcen-Netzwerke, Vernetzung
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Was macht eine „beitragende Organisation“ aus? Hier erfährst du es …

— Wie wollen wir in der Welt sein? —

Ressourcen­reichhaltigkeit im Einklang mit den Ökosystemen der Erde

Für unsere Vorhaben brauchen wir stets Ressourcen. Ob Klarheit, Kraft und Energie, ob Nahrung, Material, Raum oder Zeit: Ressourcen sind Teil unserer Strategien, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Und wir sind sicher: Es ist genug für alle da!

Uns ist bewusst, wie es sich mit Ressourcen verhält: Ist eine Ressource in geringerem Maße vorhanden als wir sie brauchen, ist sie knapp. Knappheit mögen wir nicht. Wir wollen Reichhaltigkeit erleben. Wir können Reichhaltigkeit einer Ressource zum einen herbeiführen, indem wir ihre Menge erhöhen. Oder indem wir zum anderen unsere Strategien ändern, um von einer knappen Ressource weniger zu benötigen. An Stelle der knappen Ressourcen nutzen wir verstärkt Ressourcen, die uns in Reichhaltigkeit vorliegen. Denn sinkt der Bedarf an einer Ressource unter die Menge ihrer Verfügbarkeit, entsteht ebenso Reichhaltigkeit.

Sollte Knappheit entstehen, versuchen wir, sie zu einer gemeinsamen Herausforderung zu machen. Über bedürnfnisorientierte Koordination versuchen wir dann, gemeinsame Lösungen und Wege zu finden, die zu Ressourcenreichhaltigkeit führen. Wir wollen dazu beitragen, dass alle Menschen stets jene Ressourcen zur Verfügung haben, die sie benötigen, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Und wenn uns die Menge einer Ressource beschränkt, dann schöpfen wir aus unserer Fertigkeit, unsere Strategien flexibel anzupassen. So können wir unsere Bedürfnisse auf anderen Wegen befriedigen.

Wir glauben heute auch: Die Menge und Regenerationsrate an Material und Energie auf der Erde ist begrenzt. Deshalb wollen wir Materialien und Energie auf diesem Planeten so nutzen, dass sie uns möglichst lange zur Verfügung stehen. Unsere Verbrauchsrate sollte niedriger sein als ihre Regenerationsrate. Unsere Werkzeuge sollten langlebig und reparierbar sein, oft wiederverwendet werden und schließlich in ihre Grundbestandteile zerlegt werden können. Ressourcen, die mit den Ökosystemen harmonieren, können wir wieder in die natürlichen Ressourcenkreisläufe zurückgeben. Alle anderen sollten in unseren Wirtschaftskreisläufen verbleiben und in neuen Werkzeugen wiederverwertet werden.

Auf diese Weisen für Reichhaltigkeit zu sorgen, kann Grundpfeiler unserer ökonomischen Systeme werden. Ressourcen sollen frei dorthin fließen können, wo sie gebraucht werden. Dafür braucht es auch freien Informationsfluss. Unsere Kommunikationssysteme ermöglichen es uns, stets miteinander in Austausch über alle uns bewegenden Themen gehen zu können – unsere Privatsphäre schützend. Auf Wissens- und Informationsplattformen legen wir unsere Erkenntnisse ab, lernen voneinander und passen sie kontinuierlich den Entwicklungen an. Personenverkehrssysteme erlauben uns, die Welt zu entdecken, Menschen zu treffen und uns selbst ein Bild zu machen.

Unsere Systeme helfen uns dabei, eigene, nach unseren Bedürfnissen maßgeschneiderte Werkzeuge zu entwickeln, die nicht nur ökologische und gesellschaftliche Kriterien erfüllen, sondern auch gleich allen anderen Menschen zur Verfügung stehen können (Entwurfs- und Konfigurationssysteme). Unsere Produktionssysteme – eng gekoppelt mit Daten zur aktuellen Nachfrage – stellen stets Reichhaltigkeit sicher. Zusammen mit unseren Verteilungssystemen sorgen sie dafür, dass Materialien und Werkzeuge effizient und zeitnah dorthin gelangen, wo Menschen sie brauchen. Überblickgebende Systeme messen derweil die Grade an Knappheit und Reichhaltigkeit, damit wir frühzeitig auf Engpässe reagieren können, um für Reichhaltigkeit zu sorgen. 

Unsere Energieproduktion nutzt ausschließlich saubere, schnell-erneuerbare Energiequellen (z.B. Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme, usw). Wir nutzen Technik zur optionalen Automatisierung – genau an jenen Stellen, wo sie uns von Tätigkeiten befreien, die wir selbst nicht gern machen oder uns in der Masse zu viel wird. Dennoch ist es uns wichtig, jede Tätigkeit auch manuell durchführen zu können. Technik ist unser Hilfsmittel, wenn es leichter, entspannter, präziser oder in sonst irgendeiner Form unterstützend sein soll. Geraten wir mit einer Technik in Konflikt, beraten wir über bedürfnisorientierte Koordination, wie wir die Situation umgestalten können. Transparenz ist uns wichtig, damit Menschen Strukturen und Abläufe intensiv beobachten, erleben, studieren und schließlich verbessern können.

Wir glauben, dass mit wachsender Bevölkerungsgröße auch die Herausforderungen wachsen, Ressourcenreichhaltigkeit zu schaffen. Deshalb ist uns wichtig zu verstehen, welche Umstände zum Wachsen und zum Sinken der Bevölkerungsgröße führen. Doch egal, wie viele wir hier auf der Erde sind: Wir geben unser Bestes, Knappheit gemeinsam zu tragen und Wege zu finden, Reichhaltigkeit zu schaffen. Für alle!

Der Glaubenssatz vieler von uns: „Es ist nicht genug für alle da!“ Wir fahren die Ellenbogen aus und versuchen die Pyramide zu erklimmen. Wer höher schaltet und waltet, kann bestimmen, wohin Ressourcen fließen und wohin nicht. Wer „besser“ ist, kommt „höher“ und „weiter“. Wer „schneller“ ist, ist „zuerst“ da. Wir sind getrieben und gehetzt von diesem Glaubenssatz. Wir treiben uns gegenseitig und schreiben das „immer schneller werden“ noch der technischen Entwicklung zu, als ob es so sein müsste.

Ressourcen scheinen überall knapp, wohin man nur schaut: Verständnis fehlt, Friedenswillen fehlt, Empathie fehlt, Geld fehlt, Zeit fehlt, Alternativen fehlen, Glück fehlt. Während einige wenige materiell viel mehr haben als sie in ihrem gesamten Leben verbrauchen könnten, müssen andere auf der Welt hungern oder sich bis in Krankheit und Tod für ein bisschen Brot und Wasser quälen. Selbst in „entwickelten“ Staaten verschleißen Menschen wie Maschinen im System. Die Ressourcen der „Armen“ fließen zu den „Reichen“. Die Schere geht weiter auf – überall.

Wenn alles knapp ist, braucht es Konzepte, die uns Sicherheit geben, dass wir behalten können, was wir schon in der Hand haben. Deshalb ist Eigentum heute wichtig. Eigentum fließt nur gegen anderes Eigentum. Tauschhandel und Geld sind Ausdruck dieses Flusses – Ausdruck von geglaubter Knappheit.

Der Großteil der globalen Wirtschaft und Politik richtet sich nach dem Glaubenssatz der Knappheit aus. Es ist deshalb wichtig und angesehen, Profit zu maximieren, viel Geld und Eigentum anzuhäufen, und schließlich besser als andere zu sein. Unsere Kennzahlen sind Aktien- und Währungskurse, das Bruttoinlandsprodukt, Zinseinnahmen, Handelsbilanzen und Gewinne. In viel zu vielen Fällen sind uns diese Kennzahlen wichtiger als Qualität und Auswirkungen unseres Tuns.

Dieser Glaubenssatz ist so stark, dass wir unseren Verbrauch entkoppelt haben von der Menge, die uns auf unserem Planeten geschenkt wird. Wir beuten ihn aus, auf ganzer Linie: Material, anderes Leben und Menschen. Gleichzeitig betrachten wir Gegenstände, die wir nicht mehr brauchen, schneller und schneller als „Müll“ – wertloser Schrott – und verteilen ihn unachtsam in allen Ecken der Erde. Viel Geld verdient nur, wer kontinuierlich verkauft. Mit Werbung manipulieren wir uns gegenseitig, damit wir kaufen, kaufen und kaufen. Uns ist nicht klar, dass folgende Generationen unter unserem leichtfertigen Materialverbrauch leiden werden.

Wir haben vergessen, dass wir ein Teil des Lebens sind und die Erde unsere Lebensgrundlagen speist. Der Großteil unserer Landwirtschaft kultiviert nicht, sondern zerstört unsere Böden. Umweltgifte töten die Natur, bedrohen die Fruchtbarkeit aller Arten und lassen bestäubende Insekten sterben. Wir verbrennen fossile Brennstoffe in enormen Mengen, und bemerken, dass sich dadurch das Klima verändert. Doch das ist uns nicht so wichtig wie unsere Kennzahlen. So lassen wir uns Zeit, etwas zu unternehmen. Werden wir rechtzeitig handeln?

Versorgt ist meistens nur wer tut, was andere bezahlen können. Versorgung ist gekoppelt an Leistung, die andere erwarten. „Jobs“ können nur von denen geschaffen werden, die sie bezahlen können. Sie sind nur sinnvoll aus den Augen derer, die sie geschaffen haben. Alle andere Arbeit bleibt unsichtbar oder wird von jenen getragen, die doch Zeit und Möglichkeiten dafür finden – meist ehrenamtlich. Der Großteil der Menschen kann und darf heute nicht jenen Tätigkeiten folgen, die sie für sinnvoll halten und für die sie brennen. Riesige Potenziale für Kreativität, Innovation und Erneuerung, die allen Menschen dient, liegt ungenutzt brach.

Eigentum gibt es auch an Information und Wissen, denn freies Wissen und freie Information ist eine Gefahr für den eigenen Profit – denn wenn andere das Gleiche verkaufen wie ich, verliere ich. So sind Patente und Intransparenz heute Ausdruck unseres Glaubenssatzes universeller Knappheit.

Automatisierung ist uns kein Fremdwort. Heute ist Automatisierung gleichermaßen Ausdruck für Fortschritt und Effizienz und gleichzeitig Angstwort all jener, die durch ihre Arbeit versorgt werden. „Optionale Automatisierung“ dagegen haben wir noch nicht im Blick. Menschen werden einfach entlassen – teils von geliebten Tätigkeiten getrennt.

Und überall da, wo wir in unserem Wettbewerb nach oben mit legalen und moralischen Wegen nicht mehr weiterkommen, sind wir versucht, zu tricksen, zu betrügen und uns gegenseitig auszuspielen. Der Glaubenssatz von der Knappheit zerstört unsere Gemeinschaft.

Doch was, wenn der Glaubenssatz nicht stimmt? Was ist, wenn schon heute genug für alle da ist?

Nimm dir Auszeiten, um inne zu halten. Erforsche, wie sich der Glaubenssatz „Es ist nicht genug für alle da.“ in deinem Leben zeigt – in deinem Verhalten und dem Verhalten anderer. In welchen Situationen erlebst du dich im Wettkampf mit anderen?

Erforsche die These: „Es ist genug für uns alle da.“ Erforsche, was du für ein Leben in tiefgründiger Zufriedenheit wirklich brauchst und stelle dir Fragen, wie du es bekommen kannst, ohne dem Ruf des Wettbewerbs zu folgen.

Werde dir bewusst, dass alles, was du tust – ob du selbst entwickelst oder konsumierst – entscheidet, welche Ressourcen wie eingesetzt werden. Du hast jeden Tag Einfluss darauf, welche Ressourcen uns allen morgen knapp und welche uns reichhaltig zur Verfügung stehen werden.

Um derzeit blockierte Ressourcen wieder in Fluss zu bringen, kannst du auch Folgendes tun. Trainiere

  • zu geben, ohne einen Gegenwert zu verlangen (bedingungsloses Geben – von Herzen; wenn es sich für dich gut und stimmig anfühlt)
  • zu empfangen, ohne einen Gegenwert zu erbringen (bedingungsloses Empfangen; wenn es sich für dich gut und stimmig anfühlt)
  • Ressourcenanhäufungen abbauen (soweit es sich für dich gut, stimmig und sicher anfühlt)
  • zu hinterfragen, ob dich Glaubenssätze wie z.B. „Das habe ich aber verdient.“ daran hindern

Außerdem kannst du folgendes unterstützen:

  • Knappheit als gemeinsam getragene Herausforderung
  • Kooperation und die Entwicklung gemeinsamer Lösungen
  • Open source, Open data und ähnliche Projekte
  • Freie Kommunikation bei Schutz der Privatsphäre
  • Freies Wissen
  • Freie Mobilität
  • Selbstbestimmte Bildung
  • Entwicklung sozial-ökologisch nachhaltiger Wirtschaftskreisläufe – Design, Produktion, Verteilung, Wiederverwendung und -verwertung
  • Reparatur von kaputten Dingen
  • Konsum- und Müllreduktion
  • lokale, regionale, saisonale, biologische Landwirtschaft
  • Permakultur
  • Entkopplung unserer Versorgung mit Ressourcen von extrinsisch motivierten Tätigkeiten
  • Schutz von Menschen vor Ausbeutung jeglicher Art
  • Abschwächung der Erderhitzung
  • Entwicklung Erneuerbarer Energiequellen
  • zum (Wieder)Aufblühen zerstörter Natur beitragen

Und auch hier: Unterstütze Menschen und Organisationen, die aktiv zu Ressourcenreichhaltigkeit im Einklang mit den Ökosystemen beitragen.

Ökoligenta

Begegnung & Austausch, Kontaktplattformen, Vernetzung

peaz.org

Begegnung & Austausch, Kommunikationssysteme, Kontaktplattformen, Nachfrage-Ressourcen-Netzwerke, Vernetzung
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Design ökologisch nachhaltiger Technik ()
Kollaborationsplattformen ()
Kommunikationssysteme ()
Wissensquellen ()
Wissensaufbereitung ()
Kontaktplattformen ()
Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten ()
Nachfrage-Ressourcen-Netzwerke ()
Problemdokumentation ()
Was macht eine „beitragende Organisation“ aus? Hier erfährst du es …

Das Prozess­dokument

Das Prozessdokument steht im Mittelpunkt unserer Austauschprozesse. In ihm versuchen wir, das gemeinsame Bewusstsein aller teilnehmenden Organisationen in Worte zu fassen und durch Grafiken und Beispiele zu begleiten. Kriterien unseres Anspruchs an das Prozessdokument sind u.a.:

  • alle Menschen können sich darin wiederfinden
  • die Inhalte sind für jeden Menschen leicht zugänglich
  • es ist in sich widerspruchsfrei und konsistent
  • es ist mit möglichst wenig Aufwand zu erfassen und zu bearbeiten

Häufig gestellte Fragen zum Prozessdokument


Ja. Das ist unser Anspruch. Wir geben das Dokument erst frei, wenn wir für uns feststellen: „Die Partikel könnten für alle Menschen stehen“. Ob das tatsächlich so ist, wissen wir nicht. Deshalb fragen wir durch unseren Prozess, wer sich darin wiederfindet und was noch fehlt. Das Bewusstsein jener Menschen, die sich in Teilen nicht darin wiederfinden können, ist wahrscheinlich wichtig für unseren gemeinsamen Weg. Wenn wir dieses Bewusstsein integriert haben, wird uns dieser Weg besser gelingen.
Nein, noch lange nicht. Wir wissen heute, dass das Prozessdokument in seiner jetzigen Form einen eher rationalen, akademischen Zugang bietet. Mittel- und langfristig wollen wir alle Zugänge möglich machen: Herz, Verstand, Geist, das Spielerische. Schwierigkeiten haben deshalb wohl vor allem jene, die mit dem Herzen sprechen und sehen, Menschen, die nicht lesen können oder wollen, Menschen, die im primär Spirituellen zuhause sind, usw. Wir setzen sehr darauf, dass sich die Connectees gegenseitig bei der Auseinandersetzung mit dem Prozessdokument unterstützen, um die Barrieren so weit wie möglich zu senken.

Die Inhalte setzen sich aus einer Vielzahl von Einflüssen der Wandelbewegung zusammen. Das sind u.a.

  • Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg – und damit der Geist Gandhis und Martin Luther Kings
  • Mediation als Konfliktbegleitung
  • Convergent Facilitation nach Miki Kashtan
  • Umwelt- und Friedensbewegung
  • Cradle2Cradle
  • Venus Project & Zeitgeist Movement
  • Selbstbestimmtes Lernen
  • Motivationskonzepte nach Daniel Pink
  • Reinventing Organizations

Darüber hinaus ist bereits das Feedback all derer eingeflossen, die sich über unseren Prozess mit dem Prozessdokument beschäftigt haben. Und das ist erst der Anfang.

Über die Inhalte entscheidet der Kreis Bewusstseinsintegration von Connected Awareness. Er hat die Aufgabe, die verschiedenen Perspektiven der Organisationen zu etwas Gemeinsamen zu integrieren, ohne Kompromisse oder Dominanz zu erlauben. Dabei wird es eine unserer Aufgaben sein, für jeden Menschen transparent zu machen, welche Änderungen der Kreis von der einen zur nächsten Version vorgenommen hat. Langfristig wünschen wir uns außerdem, dass das Mitgliederspektrum dieses Kreises die gesamte Vielfalt menschlichen Seins abbildet, damit wir umso sicherer sein können, dass das Prozessdokument für alle Menschen stehen kann.
Nein. Das gesamte Bewusstsein der Menschheit wird wohl niemals in einer endlichen Anzahl an Worten fassbar sein. Wir wollen jene Bewusstseinspartikel festhalten, die essenziell wichtig sein könnten, wenn wir einen zielgerichteten Weg in eine gemeinsame Zukunft einschlagen wollen, die für alle funktioniert.